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Rückenschmerzen und Hexenschuss Teil 2: Selbsthilfe und Erklärung

June 5, 2018

Leiden Sie oder eine bekannte Person unter Rückenschmerzen? Ist Ihnen aufgefallen, dass auch schon jüngere Menschen immer häufiger über Rückenschmerzen (besonders im unteren Bereich) klagen oder Sie hie und da wieder von einem Hexenschuss hören? Vielleicht sind Sie selbst davon betroffen und möchten sich hier erkundigen, wie Sie oder Ihre Kollegen/Familie die Schmerzen lindern können. Sie erfahren hier viele mögliche Ursachen, welche zu Rückenschmerzen und Hexenschüssen führen.

Teil 2: Wenn Sie bereits Schmerzen haben

Heute lesen Sie, was Sie tun können, wenn es schon «zu spät» ist und Sie schon Rückenschmerzen oder einen Hexenschuss hatten.

Zudem empfinde ich es als sehr wichtig, zu analysieren, WESHALB Sie die Schmerzen überhaupt bekommen haben. Denn erst, wenn die URSACHE der Schmerzen, des Hexenschusses, behoben sind, werden Sie nicht mehr an weiteren Symptomen leiden. Rückenschmerzen sind nicht einfach so da. Sie wollen uns etwas zeigen.

Den ersten Teil über die präventiven Massnahmen finden Sie auch auf dem Blog und bei verwandte Beiträge.

 

Hier finden Sie heraus, was bei Ihnen zu diesen Schmerzen geführt haben könnte (vielleicht wollen Sie diese Auflistung auch noch mit anderen Betroffenen teilen?):

 

Rückenschmerzen?

Hier finden Sie eine Auswahlmöglichkeit von Ursachen von Schmerzen im Rücken:

  • Stress (schlägt in den Rücken)

  • Zu viel Druck von äusseren Gegebenheiten

  • Zu viel Druck, welchen man sich selbst aufbürdet

  • Viele negative Emotionen wie Wut, Ärger, Hass, Groll, Neid, Gier, Missgunst und ähnliches können Stauungen und wirklichen Schmerz im Rücken auslösen

  • Fehlhaltungen (einseitige Belastungen, Hohlkreuz, Rundrücken, Kopf hängt zu fest nach vorne, Schultern hängen nach vorne etc.)

  • Nicht korrektes Stehen: Beine immer durchgestreckt oder Belastung nicht auf beiden Beinen gleich verteilt

  • Einseitige Belastungen (beispielsweise beim Arbeiten oder im Alltag beim Tragen/Hochheben von Dingen oder Kindern/Menschen etc.

  • Falsches Training (zu schwer, nicht korrekte Ausführungen, ruckartige Bewegungen, zu hohles Kreuz)

  • Nicht die richtige Ernährung (Übersäuerung, nicht ein Ausgeglichener Säuren-Basen-Haushalt à zu viel Fleisch, zu wenig frisches Gemüse und Früchte, zu viele Milchprodukte)

  • Zu wenig Bewegung allgemein

  • Zu lange in der gleichen Position sein (beispielsweise lange sitzen oder immer am gleichen Ort stehen)

  • In einer grossen Menschenmenge sein (bei sensiblen Personen: «es schiesst einem in den Rücken»)

  • Zu viel Gewicht auf den Rippen

  • Alkoholgenuss (zerstört Zellen, tötet Sie ab und hindert Reize an deren Weiterleitung)

  • Nebenwirkungen von Medikamenten

  • Schlechte Verdauung (die Gedärme sind an der Wirbelsäule befestigt)

  • Unfall: man hat sich gestossen/angeschlagen

  • Entzündungen im Körper drücken auf Nerven

  • Wirbel sind verschoben (kommt oft von Fehlhaltungen/ungünstigen Belastungen)

  • Man hat Muskelkater (ja, Muskelkater kann ganz schön wehtun!)

  • Man schläft in einer ungünstigen Position (ich empfehle, auf dem Rücken zu schlafen)

  • Matratze oder/und Lattenrost passen nicht zu einem (Empfehlungen weiter unten)

  • Die Hüfte steht schräg

  • Die Schuhe passen nicht (mehr). Haben eine schlechte Sohle oder sind einfach «abgelatscht». (Nebenbemerkung hier: tragen Sie keine Schuhe nach. Kaufen Sie sich und Ihren Kindern immer neue Schuhe. Jeder Fuss ist anders)

  • Man eine unpassende Gangart: zu viele Schläge werden vom Rücken abgefedert. (wenn man viel zu «grob» und tramplig läuft. Federn Sie dazu Ihre Schritte etwas ab oder laufen Sie auf dem Vorderfuss

  • Sie haben sich einen Nerv eingeklemmt (z.B. Ischias) oder erlitten einen Bandscheibenvorfall. Bitte konsultieren Sie umgehend einen Arzt, wenn die Schmerzen vom unteren Rücken bis vorne über den Oberschenkel hinab ziehen.

  • Und noch viele Mehr

 

Beobachten Sie Ihre Schmerzen einige Tage lang und wechseln Sie Ihre Körperhaltung. Ist immer noch alles gleich? Hat sich etwas verändert?

 

Was ist ein Hexenschuss genau und warum haben wir ihn?

Ein Hexenschuss versteht man unter jeglichen plötzlich «aus dem Nichts» auftretenden sehr stechenden Schmerzen im unteren Rücken (Lendenwirbelsäule).

Diese kommen meist aber nicht einfach so aus dem Nichts. Auch wenn es in einer sehr alltäglichen Situation plötzlich in den Rücken schiessen kann, muss da «innerlich» schon Vorarbeit geleistet worden sein (siehe Punkte oben).

Ich persönlich interpretiere Hexenschüsse meistens auch als ein klares Stop-Signal des Körpers: «gib mir Ruhe, höre auf mich, schalte einen Gang zurück». Ein Hexenschuss ist immer auch eine gute Möglichkeit, das Signal des Körpers zu verstehen versuchen. Was will er Ihnen sagen? Was sollten Sie verändern?

 

Was tun gegen die Rückenschmerzen?

Vielleicht wissen Sie jetzt ja bereits, weshalb es zu Ihren Schmerzen kommen konnte.

Verändern Sie die Punkte, welche sie verursacht haben.

Auch die Vorbeugenden Massnahmen sind geeignet, um die Schmerzen zu lindern. Sie finden diese, wie bereits erwähnt, ihm ersten Teil des Blogs (auch hier auf der Webseite).

 

Befolgen Sie also diese Empfehlungen, oder einfach die, welche für Sie stimmig sind. Integrieren Sie so viele wie möglich in Ihren Alltag.

Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass Sie sich ausreichend bewegen. Damit meine ich nicht nur Spaziergänge oder mit dem Hund laufen gehen, sondern ergänzend dazu noch ein gezieltes Training besuchen oder absolvieren, bei welchem vor allem die Rücken und Bauchmuskulatur gestärkt wird. Achten Sie bitte darauf, dass entweder Sie selbst ein Profi werden oder Sie sich von einem Profi beraten lassen. Gerade in Kursen mit einem Leiter und über 20 Personen kann man sich nicht um jeden Einzelnen kümmern – Sie werden eventuell mit einer Fehlhaltung die Übungen ausführen (was die Schmerzen verschlimmern könnte).

Suchen Sie sich das passende Angebot in Ihrer Region. Schwimmen sollte eigentlich auch gehen – ist jedoch nicht so spezifisch wie ein Krafttraining für den Rücken.

 

Benützen Sie beim Duschen Salz und streichen sich das auf die Stellen, welche schmerzen. Sie lesen auch hier auf dem Blog, wieso dies Wunder wirkt und wie genau Sie das machen.

 

Überprüfen Sie mal Ihr Bett: Ist Ihre Matratze schon alt und durchgelegen oder viel zu weich? Ist Ihr Rost von guter Qualität? Überdenken Sie auch mal Ihr Kissen: dieses sollte nicht zu hoch sein, sonst kann der Nacken gar nicht entlastet werden. Ich persönlich schlafe auf dem FlowSleeping-System FlowForm (https://www.schlafundrueckenzentrum.ch/produkte/selbstregulierendes-bettsystem/flowsleeping). Mein Kissen ist das Ergo Top 1 (https://www.schlafundrueckenzentrum.ch/produkte/kissen/formkissen). Lassen Sie sich beraten, Sie verbringen so viel Zeit im Bett.

 

Auch habe ich bei Kunden mit Rückenschmerzen extreme Linderungen beobachtet, wenn sie ihre Ernährung umgestellt haben. Sollten Sie eine Entzündung haben, so versuchen Sie mal, einfach weniger tierische Produkte zu essen und die Kohlenhydrat-Zufuhr zu verringern. Zumindest abends.

 

Auch kann Ihnen Faszientraining oder schon nur das Ausrollen und Rehydrieren Ihrer Faszien sehr helfen. Sie lesen, was Faszien überhaupt sind und wie Sie sie trainieren.

 

Hatten Sie bereits einen Hexenschuss?

Hierzu hilft meistens die folgende Übung:

Legen Sie sich auf eine Seite auf den Boden. So, wie Sie auch im Bett liegen würden. Das obere Knie ist angewinkelt und liegt vor Ihnen auf dem Boden. Der obere Arm liegt auch vor Ihnen auf dem Boden. Jetzt heben Sie langsam beim Ausatmen den oberen Arm ab und drehen den Oberkörper mit dem Arm auf die andere Seite. Ihr oberes Knie bewegt sich nicht, es bleibt immer noch am Boden. Die bewegte Hand kommt jetzt quasi hinter Ihnen zu Boden (oder zumindest in die Nähe des Bodens). Atmen Sie 2-3 Atemzüge tief in dieser Dehnung aus, bevor Sie wieder zurückkommen und die andere Seite der Wirbelsäule dehnen.

Manchmal knackst es etwas. Das ist absolut ok und nicht schlimm.

 

Einige Personen spüren auch eine Linderung der Schmerzen, wenn Sie sich auf den Bauch legen nach einem Hexenschuss.

Auf jeden Fall sollten Sie NICHT mit Schmerzen trainieren. Wirklich nicht. Auch nicht einfach eine Tablette einwerfen, die Schmerzen unterdrücken und weitermachen. Ist keine gute Idee.

 

Eine persönliche Nebenbemerkung

Ich würde – egal was kommt – auf eine Kortisonspritze verzichten. Dies ist einfach für mich keine Lösung. Kortison schadet dem Körper mehr, als es etwas nützt. Schmerzen haben uns IMMER etwas zu sagen. Mit Kortison töten wir vielleicht (wenn Sie darauf ansprechen) kurzfristig die Schmerzen ab, beheben aber fast nie die Ursache.

 

Ich hoffe, Ihnen mit diesen beiden Beiträgen geholfen haben zu können und wünsche Ihnen oder Ihren Angehörigen eine schnelle Heilung. Sollten Sie für Ihre Schmerzen keine Ursache herausfinden können, suchen Sie einen Arzt auf. Alles Liebe!

 

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